Hohe „Bierflation“: Gold-Wiesnbier-Ratio weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt

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Egal ob an der Zapfsäule, beim Immobilienkauf oder an der Supermarktkasse — die Menschen in Deutschland bekommen die hohe Inflation derzeit an allen Ecken und Enden zu spüren. Die Analysten der Commerzbank rechnen damit, dass die Teuerungsrate bis zum Jahresende auf bis zu fünf Prozent steigt. Und auch bei einem beliebten Genussmittel zeigt der Trend nach oben: Würde dieses Jahr das traditionelle Oktoberfest stattfinden, dann läge der Preis für eine Maß mindestens bei 12,40 Euro — das haben die Analysten des Liechtensteiner Vermögensverwalters Incrementum ausgerechnet. Und sie gehen hierbei von einer moderaten Inflation von „nur“ 2,6 Prozent aus.

Als Ergänzung zu ihrem „In Gold We Trust“-Report geben Ronald Peter Stöferle und Mark Valek jedes Jahr im Oktober das sogenannte „Gold-Wiesnbier-Ratio“ bekannt. Doch nachdem bereits im Vorjahr das Volksfest wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, wird es auch 2021 keine „Wiesn“ geben. Stöferle und Valek weisen darauf hin, dass es sich hierbei um die 25. Absage seit 1810 handelt — meist waren Kriege dafür verantwortlich, in zwei Jahren wütete die Cholera und nun verhindert Corona das fröhliche Beisammensein im Bierzelt.

Mit dem „Gold-Wiesnbier-Ratio“ verdeutlicht die Incrementum AG humorvoll und anschaulich den Kaufkrafterhalt durch Gold. Das Ratio drückt aus, wie viele Maß Bier mit einer Unze Gold gekauft werden könnten. Der historisch stabile Mittelwert liegt bei 90 Maß — und seit vielen Jahren rangiert der tatsächliche Vergleichswert auf der Wiesn deutlich darüber. Aktuell bekäme man auf der Wiesn, wenn sie denn stattfinden würde, rund 121 Maß Bier für eine Feinunze Gold. Der schwächelnde Goldpreis hat dazu geführt, dass das Ratio im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist.

Als Ersatz für die diesjährige Wiesn wurde die Methodik für die Ermittlung der Gold-Bier-Inflation erweitert: Neben der traditionellen Maß wurde in diesem Jahr erstmals auch ein Pint Guinness als Vergleichswert herangezogen. Denn hierfür lässt sich ein Preisvergleich bis ins Jahr 1900 zurückverfolgen — und die Berechnung macht deutlich, dass Gold tatsächlich über die Jahrhunderte hinweg ein exzellenter Vermögensschutz ist: Während man im Jahr 1900 noch rechnerisch 713 Pints für eine Feinunze bekam, sind es im Jahr 2021 genau 290 Pints — damit liegt das Gold-Guinness-Ratio ebenfalls über seinem historischen Durchschnitt von 260 Pints.

Ob die Annahme einer „Bier-Flation“ von 2,6 Prozent realistisch ist, wird sich wohl erst im kommenden Jahr zeigen, wenn wieder ein Oktoberfest stattfinden wird. Aktuelle Meldungen lassen jedoch erahnen, dass die Preissteigerung für Bier deutlich höher ausfallen dürfte. So hat gerade erst die Radeberger-Gruppe als größer Bierprozent in Deutschland angekündigt, seine Preise anzuheben. Die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet von einer Teuerung von bis zu sechs Prozent.

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