Rezession, Russland und Realverzinsung sprechen weiterhin für Gold

Creator: Bet_Noire, File#: 1336937175, Bildquelle: istockphoto.com

Was ist beim Goldpreis los? Diese Frage stellen sich derzeit viele Anleger, denn das gelbe Metall will nicht so recht vom Fleck kommen, obwohl derzeit viel für den Vermögensschutz mit Edelmetallen spricht: Die Inflation befindet sich weiterhin auf einem Rekordhoch, die Zinsen steigen nur leicht an, die Welt steht am Rande einer Stagflation — und für sicherheitsorientierte Investoren gibt es keine sinnvolle Alternative. Doch Gold ist in den letzten Monaten hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Die Finanzjournalisten von „Börse Online“ beleuchten die Hintergründe der aktuellen Goldpreisentwicklung. Und sie untersuchen, was das Rad noch einmal herumreißen könnte, um das Edelmetall wieder attraktiv zu machen. Als größte Belastung benennen sie die gegenwärtigen Zinserhöhungen durch die Notenbanken. Das altbekannte Narrativ: Gold schüttet keine Dividenden oder Zinsen aus und ist deshalb uninteressant, während es bei Staatsanleihen risikolos drei Prozent gibt. Zudem hat sich Gold nach Einschätzung von „Börse Online“ zuletzt nicht als Wertversicherung gegen die Inflation bewiesen: „Wenn es Gold nicht gelingt, die Inflation auszugleichen, funktioniert es nicht besser als ein Tagesgeldkonto, das nominell aufgrund der Teuerung immer Verluste schreibt“, resümiert „Börse Online“.

Allerdings gibt es aus Sicht von „Börse Online“ durchaus Grund zur Hoffnung: Das Edelmetall werde wieder attraktiv, wenn die kurz- und mittelfristigen Zinserwartungen fallen. Und bereits jetzt ist klar, dass die FED die Zinsen nicht ständig weiter erhöhen kann. Und der EZB sind im Hinblick auf die südeuropäischen Krisenstaaten sowieso die Hände gebunden; sie kann sich höhere Zinsen auf Dauer schlichtweg nicht leisten. Zudem müsse die Inflation sinken, denn Investoren scheuten bei hoher Inflation nach Einschätzung von „Börse Online“ das Edelmetall. Denn die Inflation habe auf Gold, das nur zu einem geringen Anteil in der Industrie verwendet wird, kaum Auswirkungen — so die Theorie: „Investoren werden also erst wieder zukaufen, wenn eine sinkende Inflation ihnen versichert, dass man mit Gold keine garantierten beinahe zweistelligen Verluste einfährt“, heißt es in dem Marktbericht.

Für die Zukunft weist „Börse Online“ darauf hin, dass die geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken weiter relevant sind und daher eine Versicherung durch Gold rechtfertigen. Dennoch: „Das Edelmetall ist weniger etwas für kurzfristige Investoren, sondern mehr für eingefleischte Antizykliker.“ Kurzfristig sollte Gold die Marke um 1.700 US-Dollar verteidigen, da ansonsten ein Absturz auf bis zu 1.500 US-Dollar möglich sei. Die aufkommende globale Rezession, ein sich verschärfender Russland-Ukraine-Krieg und die allgemeine Unsicherheit sprechen auch künftig für Gold.

https://www.boerse-online.de/nachrichten/rohstoffe/gold-gibt-es-doch-noch-eine-chance-auf-hoehere-kurse-1031606968

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